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Inselstadt Malchow

Die malerische Kleinstadt Malchow liegt idyllisch in einer reizvollen Seen- , Felder- , und Waldlandschaft zwischen dem Fleesensee und dem Plauer See an den Ufern des Malchower Sees. Malchow - ein staatlich anerkannter Luftkurort - besteht heute aus 3 Teilen: der historischen Altstadt (Insel), der Neustadt und dem Kloster.

Aus den geschichtlichen Überlieferungen: Schon im 13. Jahrhundert findet man die Bezeichnungen Neu-Malchow und Alt-Malchow. Neu-Malchow ist der Ort, der auf der Insel im Malchower See als Pfahlsiedlung angelegt wurde und dem am 14. März 1235 durch Fürst Nikolaus von Werle das Schwerinsche Stadtrecht erteilt wurde. Alt-Malchow war bis 1934 als Ort mit dem ehemaligen Kloster ein selbständiges Dorf. Lange bevor die Stadt Malchow das Stadtrecht erhalten hatte, existierte die Siedlung Malchow bereits in der Mitte des 10. Jahrhunderts. Der Name Malchow stammt aus dem „Altslawischen“ und könnte als „kleiner Ort“ oder „kleiner Besitz“ gedeutet werden (frei nach „malu“ – „klein“).

Die Verbindung zwischen dem Kloster Malchow und der Insel bestand über 400 Jahre über eine ca. 230 m lange hölzerne Brücke. Beim Rückzug der Schweden während des Dreißigjährigen Krieges wurde diese Brücke endgültig zerstört und zum Wiederaufbau fehlte das Geld. Nach zwei verheerenden Bränden 1697 und 1721 gab der Herzog Carl Leopold dem Drängen des Stadtrates nach und genehmigte 1723 den Bau der Neustadt Malchow auf dem nördlichen Festland. Seitdem gibt es die Neustadt und die Altstadt mit dem Rathaus auf der Insel. 1727 ließ der Magistrat eine Fähre einrichten, die bis zum Bau des Erddammes im Jahre 1846 als Verbindung zwischen der Insel und dem Kloster diente. Mitten auf dem Erddamm, der die Insel mit dem Festland (Kloster Malchow) seit dieser Zeit verbindet, steht das Denkmal zur Erinnerung an den Erbauer, den damaligen Bürgermeister Friedrich Johann Georg Konrad Meyer. Mit der Neuansiedlung und Ausdehnung der Stadt auf dem nördlichen Festland wuchs Malchow erstmals von der angestammten Insel ins Umland hinein. Dazu trug unter anderen auch die Zugbrücke – später Drehbrücke – bei.

Die Errichtung des Erddammes und der Anschluss an das Bahnnetz, die Fertigstellung des Schifffahrtsweges zwischen Berlin und Hamburg und die Verbesserung der Straßen im Lande trugen dazu bei, dass sich die Stadt aus ihrer Abgeschiedenheit und Bedeutungslosigkeit heraus erheben konnte. Damit nahm auch die Entwicklung des Bürgertums einen Aufschwung. Vor allem das Tuchmacherhandwerk hatte in der Stadt eine lange Tradition und konnte sich als wichtiger Erwerbszweig für die Bevölkerung der Stadt entwickeln. Drei ehemalige Tuchfabriken am nördlichen Ufer des Malchower Sees zeugen von der einstigen Blütezeit, in der Malchow mitunter als „Mecklenburgisches Manchester“ bezeichnet wurde. Höhepunkt und zugleich Ende der Tradition textiler Fertigung war das Teppichwerk Nord (1980-1993), das - zu den modernsten seiner Art zählend - mit Abstand wichtigster Arbeitgeber in Malchow war. Die Textilindustrie konnte nicht gerettet werden. Malchow stand vor einem Neuanfang. Eine wichtige Maßnahme dafür war die Errichtung des Gewerbeparks Nord auf einer Fläche von rund 60 ha, auf der sich inzwischen 28 Unternehmen etabliert haben. Größter Betrieb mit über 300 Beschäftigten ist die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, die den gesamten Komplex des früheren Teppichwerks übernommen hat und als Logistikzentrum nutzt. In der Stadt sind derzeit ca. 480 Gewerbe zu verzeichnen. Hierzu gehören Handels- , Handwerks- und Baubetriebe, Dienstleister unterschiedlichster Art, Industriebranchen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aber auch die Landwirtschaft sowie diverse touristische Einrichtungen.

Nähert sich der Besucher der Stadt, erkennt er schon von weitem die beiden Kirchen und die Stadtmühle als sichtbare Wahrzeichen. Die Klosterkirche wurde 1844 bis 1847 vom Schinkel-Schüler Buttel aus Neustrelitz im neugotischen Stil erbaut. Nach einem Brand entstand 1888 die heutige Kirche. Sehenswert sind u.a. die einmaligen Apostelfenster. Heute ist die Klosterkirche Eigentum der Stadt und wurde zu einem Orgelmuseum umgestaltet. Die Stadtkirche wurde in den Jahren 1870 bis 1873 erbaut. Sie ist ein Ziegelverblendbau auf einem Felsenfundament. Viele sanierte Häuser in der Stadt, das historische Rathaus, sanierte Straßen und Plätze, das Haus des Gastes „Werleburg“, die zahlreichen Museen, die Reha-Klinik, die Jugendherberge mit dem Qualitätssiegel „Jugendreisen MV“, die Landesfeuerwehrschule, modernisierte Wohngebiete, die Eis- und Rollsportanlage, niveauvolle gastronomische Einrichtungen, die vielen kleinen Geschäfte mit Charme, die umweltfreundliche und moderne Wasserver- und Abwasserentsorgung sind bei weitem nicht alles, was die rasante Entwicklung in den letzten 15 Jahren ausmacht.

Nicht unerwähnt lassen darf man das aktive Vereinsleben auf kulturellem und sportlichem Gebiet, welches unter dem Dach des „Kultur- und Sportringes“ mit Sitz im Haus des Gastes koordiniert wird. Als tragende Vereine sollen der MSV (Malchower Sportverein) und der Fleesensee-Touristik Malchow e.V. an der Drehbrücke erwähnt werden. Ein besonderer Besuchermagnet ist die Drehbrücke als Nadelöhr der Schifffahrt sowie als Verbindung zwischen der Insel und der Neustadt. Sie ist eine touristische Attraktion mit rund 1.500 Brückenöffnungen jährlich. Rund 20.000 Boote verschiedenster Größenklassen passieren sie. Mit der Fertigstellung des Stadthafens wird das Stadtzentrum aufgewertet und an Attraktivität gewinnen. Die gute touristische Infrastruktur mit einem intakten Rad- , Wander- , und Reitwegenetz sowie zahlreichen Schifffahrtsrouten, macht möglich, auch die umliegenden Gemeinden einschließlich ihrer Besonderheiten und Ausflugsziele in der Seenlandschaft zu erreichen.

Malchow ist langjähriger Schulstandort. Heute gibt es eine dreizügige Grundschule sowie die Verbundene regionale Schule und Gymnasium. Malchow ist auch als Regattaort weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt und neben dem Segeln ist hier jede Art von Wassersport möglich. Neben dem Aktionsurlaub in Malchow und der Region erwarten die Urlauber und Gäste jährlich zahlreiche Konzerte, Ausstellungen sowie Sportveranstaltungen. Eine besondere Attraktion stellt das seit 1853 stattfindende Malchower Volksfest dar, das jeweils Anfang Juli tausende Besucher anzieht. Auch für die Senioren gibt es mit neuen Einrichtungen des altersgerechten Wohnens mit Betreuungsangeboten sowie dem Senioren- und Pflegeheim gute Lebensbedingungen. Für die jüngste Generation stehen ausreichend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung.

Malchow profitiert nicht nur von seiner eigenen besonderen Lage in der Region, sondern auch davon, dass die Stadt zentral eingebettet ist zwischen den Nachbarstädten Plau am See, Krakow am See, Röbel/Müritz, Waren(Müritz) sowie vom direkten Zugang zum „Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide“.

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